Entscheidung im Förderverein des geplanten Mahnmals in Hannover

Nun ist es soweit!

Begonnen im September 2024 haben wir mit dem Förderverein, dessen Vorstand auch unser Vorsitzender angehörig ist, den Aufruf für die Errichtung eines Mahnmals zur Erinnerung an den Völkermord an den Sinti und Roma aus Niedersachsen und Hannover mit verfasst und unterstützt.

Die eindrucksvolle frühe Beteiligung aller demokratischen Parteien vom Bundestag über den Landtag, die Regionsversammlung und den Stadtrat, der Konfessionen, Sozialpartnern, Sozialverbänden und vielen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens hat diesem Projekt viel Rückenwind gegeben.

Wir alle haben somit maßgeblich dazu beigetragen können, dass mit dem künftigen Mahnmal ein einzigartiger Erinnerungsort am Opernplatz und Rathenauplatz geschaffen werden kann.

Mit einem sichtbaren örtlichen Bezug zum Mahnmal an die jüdischen Holocaust-Opfer des Italieners Michelangelo Pistoletto, wurde die Voraussetzung geschaffen, einen internationalen Gestaltungswettbewerb zu initiieren, der dieser herausragenden Bedeutung Würde trägt. Nach einer Ausschreibung durch den Förderverein haben an diesem Gestaltungswettbewerb nun vier international renommierte Künstlerinnen und Künstler beteiligt und beworben.

Am 29.10.2026 Tage fand nun die Preisgerichtssitzung des internationalen Gremiums in Hannover zur Auswahl der Vorschläge statt. Unter der Teilnahme auch mehrerer Vertreter von Selbstorganisationen der deutschen Sinti und Roma aus Niedersachsen, wurden die eingereichten Gestaltungsvorschläge besprochen, diskutiert und abschließend die Auswahl getroffen.

Auch hier war unser Vorsitzender, neben weiteren Vertretern der deutschen Sinti, Mitglied des Preisgerichtes. Die Entscheidung zwischen den eingereichten Entwürfen zu wählen, war dann keine leichte Aufgabe.

Alle Beiträge lieferten eine vielfältige und einfühlsame Antwort auf die große Herausforderung zur Gestaltung des Ortes und der Verbindung beider Völkermorde aus rassischen Gründen.

Der ausgewählte Entwurf wird nun der Öffentlichkeit am 05.11.2026 in Hannover präsentiert. Auch diese Veranstaltung findet mit umfangreicher Beteiligung der deutschen Sinti aus Niedersachsen statt.

Darüber hinaus werden die Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma und des Zentralrats der Juden in Niedersachsen gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten aus Niedersachsen sprechen.

Die Realisierung des Mahnmals hat eine weitere wichtige Phase erreicht.